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Geschichte hautnah

Fahrt der Vorklassen in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Am 9. Juli 2019 begaben sich die drei Vorklassen B10Va, F10Va und F10VI der Max-Grundig-Schule in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Angekommen passte das kalte, windige Wetter zu diesem Ort der Grausamkeiten. Wir hatten zuvor je nach Interesse unterschiedliche Projektgruppen gewählt, wobei jede Gruppe zunächst einen Rundgang über das Gelände des ehemaligen Arbeitslagers Flossenbürg erhielt. Dadurch wurde uns ein Bild von den damaligen Ausmaßen der unmenschlichen und unwürdigen Verhältnisse vermittelt und wir bekamen am Ort des Geschehens einen Einblick davon, was es bedeutet, wenn Menschenwürde und Menschenrechte keine Rolle mehr spielen.

Es wurde uns auch bewusst, wie schnell die Geschichte dieses Ortes verdrängt und verschwiegen wurde. Statt einer Gedenkstätte war in Flossenbürg nämlich lange nur eine Parkanlage und ansonsten wurden die Gebäude teils sogar als Fabriken genutzt. Auf dem ehemaligen KZ-Gelände befindet sich zudem seit den 1960er Jahren eine Wohnsiedlung mit einer Straße, die das ehemalige KZ-Gelände durchquert. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, die sehr interessante und informative Ausstellung in der ehemaligen Wäscherei des Arbeitslagers zu besichtigen. In dieser fanden wir besonders eindrucksvoll, dass Zeitzeugen über Audio- und Videoaufnahmen von ihren schrecklichen Erlebnissen im Konzentrationslager berichteten. Auch über die Außenlager, welche sich ganz in der Nähe zu Fürth etwa in Hersbruck oder Happurg befanden, standen digitale Informationen bereit.
Unsere Mittagspause verbrachten wir unter anderem in dem Café der Gedenkstätte, wo Menschen mit Behinderung integrativ mit anderen Mitarbeitern zusammenarbeiten, ein Statement, das uns sehr gefiel.

Am Nachmittag setzten sich die drei Projektgruppen mit unterschiedlichen Bereichen aus der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinander.
Die erste Gruppe beschäftigte sich mit Häftlingen des KZ Flossenbürg, die aus verschiedenen Gründen in das Arbeitslager kamen. Es wurde jeweils deren Vorgeschichte, ihr Weg in das KZ Flossenbürg, ihr Leben im dortigen Arbeitslager sowie die Zeit nach der Befreiung – sofern sie das KZ überlebten – erarbeitet und präsentiert. Uns wurde dabei deutlich, dass es keine anonyme Gruppe von Häftlingen war, sondern Menschen mit je persönlichen Schicksalen und Lebenswegen – Menschen wie wir, Menschen deren Leben von einem unmenschlichen Regime zerstört wurde.

Eine weitere Gruppe vollzog das Leben einer jüdischen Familie im Nationalsozialismus nach, das Leben der Familie Ansbacher, wobei die Gruppe sich einen tieferen Einblick verschaffen konnte und dabei erkannte, wie schrecklich die Nazis die Familie behandelt haben.

„Geschichte zum Anfassen“ war das Thema der dritten Gruppe. Diese analysierte Gegenstände aus dem Konzentrationslager Flossenbürg, um anschaulich nachzuvollziehen, welche Rolle diese im Arbeitslager spielten. Einen tiefen Eindruck hinterließen bei uns diese Hinterlassenschaften – etwa die Holzschuhe, bei denen man sich nicht vorstellen konnte, dass man damit vernünftig gehen, geschweige denn in einem Steinbruch arbeiten konnte. Die viel zu dünne Kleidung ließ uns ebenso wie die Kanülen der Spritzen erschaudern und machte uns deutlich, zu welcher Brutalität das NS-Regime führte.

Insgesamt war es für uns alle ein sehr lehrreicher und auch erschütternder Tag, der uns die schrecklichen Taten, welche auf deutschem Boden begangen wurden, verdeutlichte. Für uns ist klar: So etwas darf es nie wieder geben – weder bei uns noch anderswo auf der Welt!

Ein Beitrag der Klasse B10Va