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Berufliche Oberschule

Nachmeldetermin

Nachmeldetermin auf die Warteliste

 

Do, 12. Juli 2018
von 8:00 - 15:00 Uhr
 

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Bei einer Nachmeldung auf die Warteliste besteht kein Anspruch auf Aufnahme in die Max-Grundig-Schule.

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Hände in die Hüften und Steine im Fluss?

Rhetorik-Seminare der 13. Klassen der Max-Grundig-Schule im Bildungszentrum Kloster Banz

Ohne Stottern ins Mikrofon sprechen – und das vor laufender Kamera! Für den Laien keine leichte Aufgabe. Schließlich soll die Rede möglichst souverän wirken. Unter Anleitung von Rhetorik-Profi Dr. Cornelia Wolfgruber lernten die 13. Klassen der Max-Grundig-Schule auf Kloster Banz gezielte Techniken um selbstbewusst und sicher aufzutreten. Thema des Seminars war „Werte und deren Vermittlung. Warum 'mein Wert' für unsere Gesellschaft wichtig ist?!“

Schon bei den Vorübungen wurde schnell klar, dass

Raumsicherheit, ein hüftbreiter Stand und eine offene Körperhaltung Grundlage jeder guten Rede sind. Unbewusst stemmen Männer zur Flächenvergrößerung beim Redeantritt zum Beispiel ihre Hände in die Hüften, zum Zeichen dass sie "kampfbereit" sind. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt in der „Männerdomäne Politik“ das mit den Händen gebildete Spitzdach ein – es drückt Selbstsicherheit und Durchsetzungswillen aus.

Die Klasse 13 Sa der Max-Grundig-Schule mit Rhetoriktrainerin Dr. Cornelia Wolfgruber (rechts) vor dem Bildungszentrum Kloster Banz

 

Um Unsicherheiten zu überbrücken, empfahl Dr. Wolfgruber den Teilnehmern die „Steine im Fluss“-Strategie von Vera Birkenbihl. Diese besagt, dass jeder Redner „Steine“, also Kompetenzgebiete braucht, auf die er „springen“ kann, wenn er bei der Rede ins Stocken kommt. "Seien Sie persönlich, emotional. Überraschen Sie!" ermutigte Dr. Wolfgruber, denn "ein Redner überzeugt durch sein Charisma, also dadurch, dass er sich freut und anderen Freude bereitet."

Wie wichtig ein stringenter Aufbau ohne Schachtelsätze oder „Bömbcheninformationen“ wie „irgendwo“/“irgendwas“ ist, erlebten die SchülerInnen bei der Gerüchte-Übung. Dabei mussten Sie aus dem Gedächtnis heraus nacheinander ein Bild beschreiben. Schnell wandelte sich da Goethes berühmtes Zitat „Es irrt der Mensch so lang’ er strebt“ in „Wer durchs Leben irrt, hat mehr vom Leben“ und schließlich zu „Wer früher stirbt, ist länger tot“.

In Rollenspielen übten die Teilnehmer, sich in eskalierenden Situationen argumentativ durchzusetzen Nachdem sich die Teilnehmer in Kleingruppen mit dem Unterschied von Norm, Tugend und Wert auseinandergesetzt und im Rahmen einer Podiumsdiskussion vertieft hatten, nahte der Höhepunkt des Seminars – die Rede. Nach der Präsentation wurden im Plenum alle Reden detailliert auf Großleinwand nach Aufbau, Intonation und Körpersprache analysiert. Dabei erhielt jeder Schüler von Dr. Wolfgruber individuelles Feedback. Abschließend nutzten die Teilnehmer ihre neu gewonnenen Kenntnisse und diskutierten in Form einer Amerikanischen Debatte über die Einführung der Schuluniform.

Rhetorik-Trainerin und HSS-Altstipendiatin Dr. Cornelia Wolfgruber während der Videoaufnahme im Seminarraum

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Frau Dr. Wolfgruber sowie Herrn Dr. Franz Guber, dem Institutsleiter der Hanns-Seidel-Stiftung und seinem Referatsleiter Herrn Artur Kolbe M.A. für dieses hervorragende und professionell organisierte Rhetorik-Seminar bedanken: sie ermöglichten uns die zweitägigen Workshops im Bildungszentrum Kloster Banz für die Klassen 13 Sa (StRin Verena Zenk), 13 Ta (StR Gernot Helmreich), 13 Wa (StRin Susanne Beck) und 13 BOS (OStRin Marlene Faltermaier-Jahn). Hierdurch hat die Hanns-Seidel-Stiftung nicht nur ausgewählte Schülerinnen und Schüler gefördert, sondern maßgeblich auch den Schulversuch „Seminarfach an der Fachoberschule und Berufsoberschule“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus unterstützt und einen großen Beitrag zur Verbesserung der Schul- und Unterrichtsqualität geleistet.