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Do, 12. Juli 2018
von 8:00 - 15:00 Uhr
 

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Durchsetzen mit Emotion und Taktik

Was hat Rotkäppchen mit Rhetorik zu tun? Auch dieses Jahr faszinierte Dr. Cornelia Wolfgruber wieder mit spannenden Einblicken in die Kunst, überzeugend zu reden. In Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung durften die 13. Klassen auf Kloster Banz lernen, wie man selbstbewusster auftritt und seine Stimme bewusst einsetzt.

Gute Stimmung im Verhandlungsgespräch: Geschickt versucht die Schülergruppe im Rollenspiel die Vertreter der frisch gekürten „Schulleitung“ von Auslandsfahrten zu überzeugen. Dabei werden die neu erlernten Redestrategien gleich ausprobiert.

Mit einer Mischung aus Elektro-Musik und 80er-Jahre Optik begann das Seminar. Der Kurzfilm „Little Red Riding Hood“ (zu Deutsch: Rotkäppchen) des schwedischen Designers Tomas Nilsson ist faszinierend simpel: Das Video  erzählt das Grimmsche Märchen mittels animierter Infografiken. So wird beispielsweise der Preis der Jagdausrüstung eingeblendet oder das Nährwertprofil der Großmutter. „In unserer Kultur denken wir immer analytischer, deshalb müssen wir vor allem lernen, beim Zuhörer eine emotionale Ebene zu öffnen“, erklärte die Rhetoriktrainerin. 

Die Klasse 13 Wirtschaft im Kaisersaal von Kloster Banz mit ihren Lehrerinnen StRin Verena Zenk (rechts) und StRin Christine Tyrach (zweite von rechts).

Neben der Gefühlsebene sei aber auch ein selbstsicheres Auftreten des Redners und eine „gewisse Langsamkeit am Rednerpult“ wichtig. „Mit Ihrer Stimme machen Sie Stimmung!“, motivierte Dr. Wolfgruber die Seminaristen. Auch der Dialekt könne dabei helfen, die Sympathie des Publikums zu gewinnen. In Günther Grünwalds Comedy „Bayrisch Menthol“ geht dies für zwei Sachsen gründlich daneben. Sie benutzen ein bayrisches Mundspray um bei den feschen Damen am Nebentisch landen zu können. Das Spray wirkt sofort und die Beiden fangen an Bayrisch zu reden. Pech nur, dass die Damen in der bayrischen Kneipe auch aus Sachsen kommen.

Neben Tricks zur besseren Verständlichkeit der Rede lehrte Dr. Wolfgruber die Teilnehmer auch bewusst bestimmte Argumentationsformen einzusetzen und die Rede klar zu strukturieren. Nach einer kurzen Gruppenarbeitsphase wählte jeder Teilnehmer einen gesellschaftlichen „Wert“, der ihm besonders wichtig ist und formulierte hierzu eine eigene Rede. Am häufigsten wählten die Seminaristen die Werte „Hilfsbereitschaft“ und „Toleranz“. Jede Rede wurde anschließend per Kamera aufgezeichnet und individuell analysiert. Abschließend konnten die Seminaristen ihr Wissen auch gleich bei einer Verhandlung im Rollenspiel anwenden. Um die „Schulleitung“ von Auslandsfahrten zu überzeugen, griffen die Teilnehmer in die rhetorische Trickkiste und setzen ihre Forderungen durch, indem sie taktisch argumentierten. 

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Frau Dr. Wolfgruber sowie Herrn Dr. Franz Guber, dem Institutsleiter der Hanns-Seidel-Stiftung und seinem Referatsleiter Herrn Artur Kolbe M.A. für dieses aufschlussreiche und klar strukturierte Rhetorik-Seminar bedanken. Durch das Engagement der HSS konnten wieder ausgewählte Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Gleichzeitig konnte das Rhetorik-Training mittlerweile als fester Bestandteil des Schulversuchs „Seminarfach an der Fachoberschule und Berufsoberschule“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus etabliert werden. Hierdurch verbessert die HSS maßgeblich die Schul- und Unterrichtsqualität.