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Schülerwettbewerb zu politischen Bildung

Max-Grundig-Schule füllt Klassenkasse

Vier Klassen der FOS gehören zu den Preisträgern des renommierten Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung und gewinnen insgesamt 1350 Euro.

Schon im letzten Jahr wurde das Engagement der Max-Grundig-Schule beim Schülerwettbewerb in einem Schreiben an die Schulleitung hervorgehoben: „Die Betreuung so vieler Einsendungen, die oft bereits seit Jahren erfolgt, ist wirklich eine herausragende Leistung und verdient besonderes Lob“, so Ulf Marwege, der Leiter des Wettbewerbs der Bonner Bundes-zentrale für politische Bildung (bpb).
Auch in diesem Schuljahr war die Jury der Bundeszentrale von zahlreichen eingesandten Beiträgen begeistert: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 Wc haben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Na, dann Prost! Wie Werbung wirkt“ hat sie offensichtlich intensiv beschäftigt und zu kreativen Höchstleistungen angespornt. Mit ihrer Multimedia-Präsentation zur Problematik der Alkoholwerbung, die auch einen selbst gestalteten Werbespot enthält, erreicht die Klasse den vierten Platz: 500 Euro fließen in die Klassenkasse. Sehr erfolgreich war auch die Klasse 12 Tc, die gleich mit mehreren Projekten zum freien Thema „Politik brandaktuell“ insgesamt 550 Euro und Sachpreise gewinnen konnte. So setzten sich die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Gruppen mit sehr unterschiedlichen Gegenständen auseinander, wie der Aufarbeitung der RAF-Vergangenheit oder der Problematik der Erdölnutzung. Eine Arbeitsgruppe der Technikerklasse beschäftigte sich mit dem Teilchenbeschleuniger CERN. Dabei besuchte der aus Fürth stammende Cern-Physiker Dr. Matthias Schott die Klasse im Unterricht und stand Rede und Antwort. Eine weitere Klasse aus dem Wirtschaftszweig (12 We) und eine Klasse aus dem Sozialwesen (12 Sa) gehören mit jeweils 150 Euro zu den Preisträgern. Unter dem Motto „Alle mal hergucken. Privatsphäre 2.0“ stand der Umgang mit privaten Daten im Internet im Interesse der Schüler. Eine weitere Arbeitsgruppe erstellte ein Radiofeature zu Liedern mit politischem und gesellschaftskritischem Hintergrund.
Die Konkurrenz, gegen die sich die Fürther Schülerinnen und Schüler mit ihren Beiträgen durchsetzen konnten, war riesig. Fast 60.000 Jugendliche aus Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2008 mitgemacht. 2.815 im Team erarbeitete Projektergebnisse waren zu bewerten. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen. Der angesehene Schülerwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, möchte wichtige Themen in die Schulen hinein tragen, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen.
Die eingereichten Beiträge wurden in der Max-Grundig-Schule im Rahmen von Projektunterricht im Fach Deutsch erarbeitet. Diese Unterrichtsform gehört schon seit vielen Jahren zum festen Methodenrepertoire der Schule. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Noten. Die Projektarbeiten ersetzen eine Deutschschulaufgabe. Die Möglichkeit zu den Preisträgern eines Wettbewerbs zu gehören und Geld oder Sachpreise zu gewinnen, stellt natürlich eine weitere Motivation dar und spornt die Schüler zusätzlich an. Zudem lernen die Schüler im Team zu arbeiten und verbessern den Umgang mit unterschiedlichen Präsentationstechniken. Dass dabei auch viel Engagement außerhalb des Unterrichts von allen Beteiligten gefordert ist, beweisen die von zahlreichen Klassen erstellten Endprodukte und nicht nur die der Preisträger.

Gernot Helmreich

 
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