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Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2009: Helden: verehrt - verkannt - vergessen

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Fürther Nachrichten, 8. Oktober 2009

Geschichtswettbewerb der Körber-Stiftung - Landessieg Bayern

Wann ist ein Held ein Held?

Wo suche ich am besten einen Helden? Nach welchen Kriterien gehe ich vor und w i e kann ich mir sicher sein, dass ich keine abgedroschene Wiederholung, ein Aufgreifen der Altbekannten, eine Revue der Rentner-Heroen, abliefere? Welchen Wandel durchlief der Begriff „Held“ und wie wird er heute überhaupt definiert? Ein Blick auf Straßennamen und Denkmäler hätte da ein Hinweis sein können oder die aktuellsten Nachrichten aus Zeitung und Fernsehen über heldenhafte Taten.

Für die Teilnahme am Geschichtswettbewerb haben wir uns jedoch einen Helden vorgestellt, der Bezug zu der Geschichte Deutschlands hat und zwar der, die wir schwerpunktmäßig im Unterricht behandelten. Wir suchten also in der Vergangenheit. Schnell wurden wir fündig: der 78-jährige Herr Rosenfeld, der als Zeitzeuge unserer Schule besuchte, schien perfekt zu sein. Dieser Entschluss entsprang dem großen Respekt für seine Bemühungen, der heutigen Jugend die Bedingungen, unter denen seine Generation aufwachsen musste, anhand seiner persönlichen Erfahrungen zu schildern. Wir beschlossen einen Film über ihn und seine Arbeit zu drehen, da wir glaubten, dass bewegte Bilder einem bewegten Leben größeren Ausdruck verleihen als eine rein schriftliche Arbeit.
Ab da ging alles recht schnell: Wir brachten die vielen Ideen in einem Drehbuch unter, arbeiteten Dialoge aus, befassten uns mit einschlägiger Literatur und interviewten Herrn Rosenfeld mehrfach, zum Schluss schrieben wir noch ein Gedicht. Stunden verbrachten wir im Tonstudio, um unseren Film so gut wie möglich zu machen.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Am 3. Juni erhielten wir die freudige Nachricht, dass unser Beitrag einen Preis für den Landessieg in Bayern bekommen hat und weiterhin die Chance besteht, dass der Beitrag mit einem von 50 Bundespreisen prämiert wird. Wir freuen uns sehr über diesen schönen Erfolg und blicken zufrieden auf die Projektarbeitsphase zurück. (Angela Pollard)
 

 

 
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